Freiflächenanlagen sollen deutlich erhöht werden

Oberösterreich überarbeitet seine PV-Strategie

1816

Oberösterreich zählt zu den Vorreitern in der Nutzung von Sonnenergie. Ein Viertel des in ganz Österreich erzeugten Solarstroms stammt bereits jetzt aus Oberösterreich. Nun setzt das Bundesland einen weiteren wichtigen Schritt für eine nachhaltige Zukunft durch erneuerbare Energien.

Die „OÖ PV-Strategie 2030“ wurde überarbeitet und einige wesentliche Neuerungen angekündigt. Ziel ist es vor allem, die Anzahl möglicher PV-Freiflächenanlagen im eigenen Bundesland deutlich zu erhöhen. Die folgenden Neuerungen sind geplant:

  • Eine neue Flächen-Priorisierung für den PV-Ausbau wird eingeführt:
    1. Ausbau auf Dächern (höchste Priorität)
    2. Verbaute Flächen (z. B. Parkplätze)
    3. Belastete Flächen (z. B. Deponien)
    4. Mindernutzbare landwirtschaftliche Böden (niedrigste Priorität)

  • PV-Anlagen dürfen auf landwirtschaftlichen Flächen errichtet werden (bei weiterhin überwiegend landwirtschaftlicher Nutzung)

  • Nach Einzelfallprüfung dürfen künftig PV-Anlagen auch auf Grünzonen errichtet werden. Für die Umsetzung wird ein Naturschutz-Kriterienkatalog erarbeitet.

  • Nach EIWOG sollen PV-Anlagen bis 1.000 kWp genehmigungsfrei sein.

  • Eine Erleichterung für die Errichtung von Freiflächenanlagen auf Bauland soll ermöglicht werden. Deshalb ist eine Anhebung der max. Freiflächengröße im Bauland auf 50 m2 Modulfläche vorgesehen.

  • Eine Verringerung der Abstände zu Bächen und Flüssen auf 10 m statt 30 m ist geplant.

  • Eine Förderung für PV-Überdachungen an öffentlich zugänglichen Parkplätzen (ca. 25 Plätze) ist geplant.

  • PV-Freiflächenanlagen im Anschluss an einen Geflügelstall oder die zur Beschattung genutzt werden, dürfen unabhängig von der Bodengüte errichtet werden.

OÖ Strategie 2030 »

Informationen zur Pressekonferenz »