Preisentwicklung bei PV-Modulen 2026

Steigende Preise voraus?

Wie bereits in unserem letzten Newsletter angekündigt, wird China ab dem 1.  April  2026 die Export-Steuervergünstigungen für Solarmodule und andere PV-Produkte vollständig streichen. Diese politische Entscheidung hat das Potenzial, die bisherige Marktpreisentwicklung zu verändern und steht im Zentrum der aktuellen Diskussionen rund um die Preisentwicklung bei PV-Modulen.

Warum Modulpreise steigen

Experten gehen davon aus, dass 2026 ein Jahr mit starken und schnellen Preissteigerungen bei PV-Modulen wird. Hauptgrund sind Marktdynamiken und strategische Anpassungen der Hersteller: Viele Unternehmen nutzen das Ende der Exportvergünstigungen, um frühere Verluste aus Niedrigpreisphasen auszugleichen und Margen zu verbessern. Zusätzlich laufen die Produktionslinien vor dem Stichtag noch einmal auf Hochtouren, um möglichst viel Ware in den Markt zu bringen. Insgesamt können die Preise im Projektbereich bis zu 20 % und im Handel sogar bis zu 30 % steigen.

Bis Ende 2025 war es für viele Projektbetreiber möglich, Module zu vergleichsweise niedrigen Preisen zu beziehen, da Hersteller versuchten, Überkapazitäten abzubauen und Lagerbestände zu reduzieren. Mit dem Wegfall der Export-VAT-Vergünstigungen steigt der Kostendruck entlang der gesamten Lieferkette, was zu direkteren Preisreaktionen auf Herstellerebene führen kann.

Rohstoffpreise verstärken die Entwicklung

Auch die Preise wichtiger Rohstoffe tragen zur Dynamik bei. Besonders Silber, das in der Zelle für die Metallisierung der Kontakte verwendet wird, spielt eine zentrale Rolle und macht rund 16–17 % der Materialkosten eines Moduls aus. Der Silberpreis befindet sich auf hohem Niveau und bleibt laut Marktanalysen angespannt.*

Auch Aluminium (für Modulrahmen) und Kupfer (für Kabel und elektrische Komponenten) sind teurer geworden. Die Preissteigerungen und die hohe Volatilität bei Rohstoffen sind das Ergebnis mehrerer Faktoren: unterbrochene Lieferketten, hohe Transportkosten, starke industrielle Nachfrage, Marktspekulationen, geopolitische Spannungen sowie die Einstufung von Silber als strategischer Rohstoff. Insgesamt treffen begrenzte Verfügbarkeit, logistische Herausforderungen und intensive industrielle Nutzung aufeinander und prägen das derzeitige Preisniveau bei PV-Modulen.

Was das für Ihre Projekte bedeutet

Für Elektriker und Projektplaner heißt das: Die Preise für PV-Module dürften in den kommenden Monaten spürbar steigen. Wer seine Projekte jetzt plant, sollte die aktuellen Preisentwicklungen berücksichtigen, um Kosten realistisch einzuschätzen und Projekte effizient umzusetzen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, aktuelle Konditionen zu nutzen, um sich gegen mögliche Preissteigerungen abzusichern – bevor sich die Marktpreise weiter erhöhen.

Jetzt handeln – Preise sichern

Auch wenn zukünftige Preisbewegungen nie ganz vorhersehbar sind, kann aufgrund der aktuellen Entwicklung von steigenden Modulpreisen ausgegangen werden.

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*Quelle: pv magazine international: Solar module prices lagging behind soaring silver costs – pv magazine International